Ziel der Formstoffsteuerung ist immer das Ausregeln der unvermeidlichen Schwankungen der Formstoffzusammensetzung und damit der Formstoffeigenschaften. Dazu kommt eine Kombination von Online-Regelkreisen (z. B. zur Steuerung der Wasserdosierung) und Laboranalysen zur langfristigen Überwachung zum Einsatz. Der Einsatz einer vorbeugenden Formstoffsteuerung, d. h. die Nutzung bekannter Daten der Produktionsmittel zur Prognose der Formstoffschwankungen und damit zu deren Ausgleich ist Stand der Technik und seit mehreren Jahren im Einsatz. Nur durch den Einsatz einer vorbeugenden Formstoffsteuerung ist allerdings keine befriedigende Regelung der Formstoffqualität zu erreichen. Es wird immer eine permanente Kontrolle der Formstoffparameter benötigt, um Schwankungen auszugleichen bzw. langfristig die angestrebte Formstoffzusammensetzung einzuhalten.
Um diese unvermeidlichen Schwankungen auszugleichen, ist eine Beurteilung jeder einzelnen Charge wünschenswert, um z. B. bei der Formstoffaufbereitung im Mischer die entsprechenden aktuellen Zugabemengen an Wasser, Bentonit und Glanzkohlenstoffbildnern zu ermitteln. Zur Ermittlung des Aktivbentonit- bzw. Glanzkohlenstoffgehalts im Formstoff ist allerdings kein direktes Messverfahren bekannt, das ein Messergebnis so schnell liefern kann, dass eine Korrektur vor oder während der Aufbereitung der Charge erlauben würde.